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#RotlichtAus in Wetzlar
10. März 2020

Plakatierung in Bussen des öffentlichen Nahverkehrs auf der Ostalb vom 15. bis 30. Juni 2020

#ROTLICHTAUS und wir möchten, dass es auch so bleibt!

Pressemitteilung von SOLWODI Ostalb:

„Diese Botschaft transportieren ab dem 15. Juni für 14 Tage die Busse der OVA, OK.go und STADTBUS im Ostalbkreis! Danke an dieser Stelle für die Bereitschaft der Busunternehmen, die Kampagne zu unterstützen

Der Landesfrauenrat Baden-Württemberg und sisters e.V. haben die Kampagne #ROTLICHAUS ins Leben gerufen. Viele Organisationen sind dabei und gemeinsam kämpfen sie gegen die Prostitution in Deutschland und für ein Sexkaufverbot! Die Kontaktstelle SOLWODI in Schwäbisch Gmünd hat bereits 2016 die Kampagne vorgestellt.

Das Ostalb-Bündnis gegen Menschenhandel und (Zwangs-)Prostitution schließt sich an und kämpft ebenfalls für eine Gesellschaft, in der Frauen nicht als Ware verkauft werden.

Deshalb sind wir dafür, dass das ROTLICHT AUS bleibt und

 

seit Mitte März sind die Bordelle in Deutschland geschlossen.

Schnell wurde den Zuhältern klar, dass die Umsätze einbrechen und sie haben die Frauen zurück in ihre Heimatländer gekarrt – vorwiegend nach Osteuropa.

Das ROTLICHT ist AUS!

Sabine Constabel (Vorsitzende von sisters e.V. und Sozialarbeiterin im Stuttgarter Rotlicht) bringt es in einem emma Artikel deutlich auf den Punkt: „Es sind die Zuhälter, denen schlagartig die Einnahmen wegbrechen. Die Frauen selbst hatten sowieso kein Geld, das müssen sie ja abgeben. Die wenigen, die selbstständig gearbeitet haben, um das Geld zu ihren Familien zu schicken, die sind ganz schnell nach Hause gefahren. Die waren ja nicht hier, weil es in Deutschland so schön ist und der Job so geil.“

 

Immer lauter werden die Stimmen der Pro-Prostitutionslobby mit den Geschichten zum Mythos „Happy Sexwork“. Insbesondere am 2. Juni zum „Internationaler Hurentag“ war die Rede von der Prostitution als einem wunderbaren Beruf. Der Verdienst besser als an der Supermarktkasse, selbstständig, selbstbestimmt -und jetzt plötzlich ist alles vorbei. Die Frauen in der Prostitution seien wieder mal stigmatisiert, hätten weder Krankenversicherung noch einen festen Wohnsitz, ihnen drohe Obdachlosigkeit, Rücklagen gäbe es auch keine, also seien die Frauen gezwungen, trotz Verbot weiterzuarbeiten.

 

Chantal Louis von der Redaktion emma sind dazu noch ein paar Fragen eingefallen:

„Warum hat der BESD (Berufsverband erotischer und sexueller Dienstleistungen) eigentlich nie eine verpflichtende Krankenversicherung für Prostituierte gefordert? Weshalb keinen Mindestlohn? Wieso hat er nicht verlangt, dass die Frauen nicht in denselben Zimmern dahinvegetieren müssen, in denen sie anschaffen? (Weshalb sie jetzt auf der Straße stehen.) Warum hat er den Gesetzgeber nicht aufgefordert, gegen die Wuchermieten vorzugehen, die Bordellbetreiber den Frauen abknöpfen? Und weshalb hat er nie verlangt, dass der Staat Zuhälterei besser verfolgen kann? (Denn wieso haben „Sexarbeitende“ denn keine Rücklagen bzw. nichts zu essen? Vielleicht, weil jemand ihre Einnahmen abgreift?)

Selbst Armin Lobscheid, seines Zeichens Geschäftsführer des Kölner Großbordells „Pascha“ redet plötzlich Klartext über die Frauen, die in seiner Sexfabrik anschaffen (müssen): „Viele kommen aus armen Ländern in Südosteuropa, sie können es sich nicht leisten, einfach nach Hause zu fahren.“ Richtig, und das unter anderem deshalb, weil sie dem Pascha täglich 160 Euro Miete zahlen müssen. Das macht knapp 5.000 Euro im Monat, also mindestens 100 Freier allein für das winzige Zimmer“.

(Wir hatten u.a. hier mit einem LeserInnenbrief im April zu „Einsame Helden“ und Herrn Lobscheid an die Spiegel Redaktion reagiert).

Nachweislich stammen 90% der Frauen aus Osteuropa, die die deutschen Freier tagtäglich bedienen. Warum haben wir eigentlich kaum noch deutsche Frauen in der Prostitution – vielleicht weil diese schon lange erkannt haben, dass Prostitution ein Drecksjob ist?!

 

Also, dann lassen wir doch gleich das ROTLICHT AUS und organisieren professionelle Ausstiegshilfen für die Frauen! Die ersten 16 ParlamentarierInnen haben bereits einen Vorstoß mit einem offenen Brief an die MinisterpräsidentInnen unternommen.

 

Claudia Köditz Habermann, Dr. Margarete Scheuermann und Marietta Hageney sind am 30. Juni in Berlin beim Überfraktionellen Parlamentarischen Abend zum Thema Prostitution und überreichen die Unterschriftenlisten zu den Aufklärungskampagnen der SOROPTIMISTINNEN in Rumänien und Moldawien! Wir werden berichten!“

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